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BÖHLER-UDDEHOLM in StichwortenWeltweit führendes Edelstahl- und Werkstoff-Unternehmen; fokussiert auf die vier Divisionen: Produktionsgesellschaften in Österreich, Deutschland, Schweden, Brasilien, Italien, Belgien, Türkei, USA, Mexiko, China und Indonesien sowie weltweit Härtereibetriebe. Das Unternehmen verkauft seine Produkte und Serviceleistungen in rund 100 Ländern auf allen Kontinenten, davon ist die Gruppe in knapp 50 Märkten mit eigenen Vertriebsgesellschaften präsent. Globaler Marktführer bei Werkzeugstahl (Division High Performance Metals), Bimetallband, Stanzmesserstahl, Rill- und Schneidlinien (Division Precision Strip) sowie Turbinenschaufeln für Gas- und Dampfturbinen (Division Special Forgings); bei Schnellarbeitsstahl (Division High Performance Metals) weltweit die Nummer zwei, bei Schweißzusatzwerkstoffen (Division Welding Consumables) weltweit die Nummer vier. Über 100.000 Kunden weltweit; die wichtigsten Abnehmer sind: Automobil- und Automobilzulieferindustrie, Werkzeug- und Maschinenhersteller, Flugzeughersteller, Konsumgüter- und Elektronikindustrie, Holz- und Sägeindustrie, Textil- und Papierindustrie, Stahl- und Apparatebau, Chemie und Petrochemie, Kraftwerks- und Anlagenbau sowie Ölfeldtechnik. Hauptabsatzmärkte bilden Europa, Amerika und Asien, wobei die Gruppe als einer der wenigen europäischen Stahlerzeuger schon seit über 60 Jahren in den asiatischen Märkten präsent ist. Der größte Einzelmarkt für BÖHLER-UDDEHOLM ist Deutschland, gefolgt von Brasilien und den USA. Umsatzstärkstes Produkt ist Werkzeugstahl (Division High Performance Metals), wobei zwischen Kaltarbeits-, Warmarbeits- und Kunststoffformenstahl unterschieden wird. Klassischer Nischenanbieter: Der weltweite Verbrauch von Werkzeugstahl entspricht etwa 0,1 % des gesamten globalen Stahlverbrauchs von rund 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. Werkzeugstahl ist kein Massenprodukt; entscheidend sind Qualitätsmerkmale wie hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit, Zähigkeit, Maßhaltigkeit bei der Wärmebehandlung sowie gute Bearbeitbarkeit und Polierbarkeit. Wichtigster Geschäftstreiber bei Werkzeugstahl ist der Modellwechsel (Auto, Elektronikgeräte, Haushaltsgüter etc.). Für die Produktion neuer Modelle müssen neue Formen und Werkzeuge gefertigt werden, für die wiederum Werkzeugstahl benötigt wird. Die BÖHLER-UDDEHOLM AG notiert seit 10. April 1995 an der Wiener Börse und war bis 20.6.2008 im ATX Segment vertreten. Nun notiert die Aktie im ATX Prime-Market Segment. Seit November 2003 ist das Unternehmen vollständig privatisiert. Am 8. Juni 2006 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 durchgeführt. Die BÖHLER-UDDEHOLM AG wurde im Juni 2007 mehrheitlich von voestalpine AG übernommen und bildet seither die zweitgrößte Division im voestalpine Konzern. Im März 2008 überschritt voestalpine die Stimmrechtsschwelle von 90 % und kündigte die Einleitung eines Squeeze-out bei BÖHLER-UDDEHOLM an. Das Wirtschaftsjahr von BÖHLER-UDDEHOLM wird an jenes der voestalpine angeglichen und läuft künftig von 1. April bis 31. März. Durch diese Umstellung umfasst die Berichtsperiode 2007/08 als Einmaleffekt 15 Monate (1. Januar 2007 bis 31. März 2008). |
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